Dienstag, August 26

Pen&Paper nach SL? Pff! SL nach Pen&Paper!

Die Pen&Paper Gemeinde hat ein neues Aufregerthema. Naja, in einem Nebensatz jedenfalls, ein paar aufregendere Sachen passieren dann doch. Aber für die SL Leute sei auf den Gor RPG Crowdfunder (Ist das ein Wort?) hingewiesen:

https://www.indiegogo.com/projects/chronicles-of-gor

Ich bin ja wirklich mal auf das Endergebnis gespannt... Das D6 System ist halbwegs belastbar und jedenfalls für Star Wars haben wir uns damit vor gefühlten 1000 Jahren ganz gut amüsiert. Möglicherweise könnte ja sogar SL von einem ordentlichen Gor Paper RP profitieren?

Jetzt gehen aber wohl die Gäule mit mir durch.

Freitag, März 15

Rollenspiel ist keine schwarze Kunst

Es wird vielleicht doch Zeit nochmal etwas zu schreiben. Die letzten Tage haben eine stille Verzweiflung bei mir ausgelöst.

Der 20 Jahre alte Artikel von Robin Laws über Spielertypen wurde gleich in zwei Blogs derartig grässlich besprochen, dass der Mann mir leid tut. Ich habe mir verkniffen darauf hinzuweisen wie lange Laws überholt ist und wo der Diskussionsstand der "Rollenspieltheorie" (Ja, sowas gibt es) mittlerweile steht. Man kann es nicht zwingend auf SL übertragen und abgesehen davon ist es anstrengend eine Diskussion zu wiederholen die man schonmal geführt hat.

Was mich WIRKLICH geschockt hat, war etwas anderes...

"Ich schaue mir das Setting gerne mal an, aber ich traue es mir nicht zu". Das war sinngemäß der Satz den ich in den letzten Tagen mehrfach gehört habe. Inzwischen beginne ich mir die Frage zu stellen ob die Leute Rollenspiel für Hexenwerk halten.

"Würfel mal Attribute und such dir das Bild aus das dir am besten gefällt" - das war meine Einführung ins Rollenspiel. Klar hatten andere mehr Ahnung als ich (Manche hatten sogar *gasp* "Dungeons and Dragons" schon gespielt!), aber es wäre nie einer auf die Idee gekommen zu sagen dass man "sich das Spiel nicht zutraut". Im Gegenteil - mit 15 wurde dann auf "Hârnmaster" umgestiegen. Trotz des Namens ist das ein ganz furchtbar realistisch dröges Spiel über ein Low Fantasymittelalter und zeichnet sich durch die hochkomplexe Welt und Regeln aus, bei denen der Verlierer eines Kampfes am Schwert krepiert und der Sieger am Wundbrand. Das Spiel ist notorisch für seinen "Realismus" - damals hat uns das nicht im geringsten gekümmert. Keiner wusste was ein "Freisasse" oder ein "Vogt" eigentlich ist. Völlig egal, da waren Schwerter drin und wir wussten wo "vorne" ist.

Wenn mir Leute mit leuchtenden Augen von Gor erzählen, dann meinen sie damit meistens das Geschwurbel in Jasmine, dass - jedenfalls laut meinen Quellen - im wesentlichen völliges Chaos war. Aber es hat den Leuten gefallen.

WARUM hat man sich das auf Gor angetan, aber heute quengelt man gleich "Ohh, ich traue mir Setting XY nicht zu..."? Es will nicht in meinen Kopf woher die Angst kommt man blamiert sich vor jemandem. Wer auch immer dieser "Jemand" ist..

Wo liegt das Problem einfach zu "spielen"?. Auf Gor hat doch auch keiner Skrupel "irgendwas" zu spielen. ERHEBLICH spannender als die Welt ist, dass man einen spannenden Charakter baut. Ich habe aber den leisen VErdacht, dass in SL-Gor derjenige als "guter Rollenspieler" zählt, der möglichst viel Ahnung von der Welt hat. Eben das... ist ein Trugschluss.

Ein guter Rollenspieler ist der, der einen interessanten Charakter baut. Und DAS kann wirklich jeder, völlig egal wie komplex die Welt ist. "Tallarn der Kartograph" hat zwar die Bedeutung eines "hârnischen Clans" während er gespielt wurde nie verstanden - aber trotzdem erinnert sich meine Runde noch an ihn und seine Gefährten, einfach weil wir damit einen Heidenspaß hatten.

Man, spielt doch einfach!

Donnerstag, Oktober 11

Have you seen Nathan Blackthorne?

Das Steampunkprojekt wird greifbar - Zeit also mal das finalisierte Outfit vorzustellen - bitte sehr - das ist Captain Andrew Nathaniel Blackthorne, ehemaliger Lt. Commander auf der HMS Indomitable und nach einer Meuterei "Schiffseigner" (im weitesten Sinne)

Blackthorne_001

Das Outfit sollte mehrere Ansprüche erfüllen - unsere gewählte Zeitperiode ein krudes Mischmasch von ca. 1850-1920 (mehr dazu in Zastas Blog). Der angehauchte Westernlook ist dabei für jemanden der irgendwo zwischen Bandit, Bankräuber und Pirat rangiert durchaus beabsichtigt. Ausserdem sollte es nicht völlig vergammelt aussehen, das war mir auch wichtig.

Haare und Skin sind wie gehabt von Body Co. Ich bitte die angedeutete Brustbehaarung zu beachten, die mich in einem Anfall von Irrsinn ein Schweinegeld gekostet hat und die man dafür kaum sieht.

Das Augenimplantat kommt von JD-Designs - ich habe etwas gesucht das nach Steampunk Cyberware aussieht und irgendwie war es für einen Piraten passend sowas am Auge zu haben. Das Ding ermöglicht Captain Blackthorne verschiedene Linsen zu nutzen um im Dunkeln zu sehen, heranzuzoomen oder vergleichbares.

Der Mantel den ich da so formschön trage kommt von Mr. Poet, dem Laden den ich schon im letzten Post gehypt habe. Der Mantel + eine Weste und ein Hemd kommt auf 300 Linden, eine Summe, bei der man mal gar nichts sagen kann. Ärgerlich ist ein Clipping an der Hose mit dem Schal von dem ich noch nicht so recht weiß wie ich das wegkriege. Gegebenfalls wechsle ich die Hose.

Die Hose stammt von Hoorenbeek, die Cargo Pants in Khaki und eine bei mir sehr beliebte Hose für allerlei Abenteuerrollen. Damit kann man nichts verkehrt machen. Ebenfalls von Hoorenbeek kommt das weiße Hemd das ich unter der Weste trage - das Military Shirt in weiß - auch wenn man nicht viel davon sieht.

Am Gürtel hängt eine Taschenuhr - unverzichtbares Accessoire in einer Welt ohne Digitalanzeigen.

Die Schuhe stammen von DECO, es gab meine mal für 50 Linden, da hab ich zugegriffen - solide Mesh Ware.

Die braune Weste ist irgendein billig Ding vom Marketplace, ich habe den Laden ehrlich gesagt gerade bereits wieder vergessen, kann also nicht viel dazu sagen.

Die Zigarre kommt von "NIKOTIN", einem Laden der sich auf virtuelles Rauchwerk spezialisiert hat. Ordentliche Zigarren in SL zu bekommen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Ich habe die von Nikotin genommen, weil eine Animation dabei ist wo man die raucht. Leider sieht die Animation aus, als habe man gerade Tante Audreys Schnappsladen überfallen und rauche schnell noch einen weg, bevor es wieder nach Heim nach Compton geht... Oder als komme der Schulleiter jeden Moment und deckt dann auf das ich doch mit meinen 15 Jahren noch nicht SO ein cooler Hecht bin weil ich rauche. Ich bin für jeden Hinweis für eine ORDENTLICHE Rauchanimation für Zigarren dankbar.

Die Waffen - ein Mitbringsel aus Amerika für den Captain - stammen von Silverhawk. Irgendeinen Jungdesigner protegiert der Mann wohl und von eben dem stammt die Formschöne Smith&Wesson Vulcan Gun. In unserer Zeit schon ein wenig antiquiert passt sie mit ihrem seltsamen Aussehen aber perfekt in Steampunk Welten. Und technisch ist das Ding einem Colt Peacemaker deutlich überlegen.

Das ist der Stand der Technik.

Dienstag, September 25

Gentlemen, to the skies!

Da man von mir im Augenblick heilsbringende Worte über Primpenisse erwartet zu denen ich mich bislang noch immer nicht aufraffen konnte, bin ich Zastas Aufruf gefolgt und habe Steampunkoutfits erstellt. Oh Gott, was habe ich an Steampunkoutfits erstellt...  Wenn ich weiterhin so hochmotiviert bin, kann man in den nächsten Tagen, Wochen oder Jahren das ein oder andere davon hier sehen.

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Mein Shape ist leicht verändert (und noch immer Eigenbau) und dazu trage ich ein formschönes Skin von "The Body Co". Ausserdem habe ich Adran ein paar neue Frisuren spendiert - nicht zuletzt nachdem Laqroki als Laden für mich verbrannt wurde (durch einen namhaften SLinfo Clown, der noch immer sein groteskes Shape nicht korrigiert hat und an den mich die Frisur dadurch immer erinnert). Spannender ist natürlich der Rest des Outfits.

Der Mantel stammt von Mr.Poet, einem Laden den man gar nicht oft genug empfehlen kann, da der Macher offenbar eine "0" am Ende seiner Outfitpreise vergessen hat.

Der Schal ist ein Freebie aus gleichem Laden - und selbst wenn man NICHT den Shop leer kauft (es gibt keinen Grund das als männlicher Avatar NICHT zu tun), dann sollte man sich jedenfalls diesen Schal holen. Hier in weiß gefärbt, einerseits des Kontrastes wegen, andererseits der historischen Genauigkeit geschuldet (Farben sind teuer).

Unter dem Mantel trage ich den schwarzen Primanzug von Hoorenbeek. Ich weiß das man über den Laden geteilter Meinung sein kann, ich bereue auch regelmäßig was ich da so einkaufe (Wobei die Mesh Sachen echt gut sind) - aber wenn man die hässlichen Teile weg lässt (hier geschehen) macht man etwas passables daraus. Das hier ist das Hemd, die Hose und die Weste.

Die Stiefel sind die Reitstiefel, ebenfalls von Hoorenbeek, ein Gegenstand den ich sehr gelungen finde und mit dem man leicht aristokratisches Flair in den Charakter bekommt.

Im Mund hängt eine Zigarette - die kommt auch von Hoorenbeek - stilechter wäre vielleicht Pfeife oder Zigarre - aber dazu kommen ja noch andere Outfits. Abgesehen davon ist die Luftpiraterie eine brotlose Kunst, so dass die billigen Zigaretten reichen müssen.

Die Mütze ist die 101 Peaked Cap von Tonktastic und ehrlich gesagt - es war ein Krampf das Ding auf meinen Schädel zu passen. Ich mag das Ding, es hat einen gewissen "Faschistenchic" wie man mir mal sagte (und mehr als ein Outfit benutzt es) - aber es sieht von Haus aus sehr, sehr merkwürdig aus und soll bewusst auf Halbmast getragen werden, etwas das ganz schrecklich aussieht.


Das war es schon für das erste Outfit, mal sehen ob die Lust zu schreiben neu entflammt in den nächsten Tagen...

Montag, Mai 21

Suicide is painless

Andere Blogger sind der Wahnidee verfallen, ein "lustiges" Frage und Antwortspiel zu veranstalten und dabei "Stöckchen" weiterzugeben. Zasta will anscheinend von mir hören, wie ICH auf ein paar Fragen die ursprünglich von Barth kommen antworte...

Da ich gerade aus privaten Gründen lähmenden Terror verspüre und den irgendwie ablenken muss, gehe ich darauf auch mal ein.

Kannst du dich in eine virtuelle Welt so hineinversetzen, dass deine Wahrnehmung überwiegend von dieser Umgebung bestimmt wird? Kurz: Verspürst du Immersion?
Saudoofe Frage. Das ist keine Immersion. Was wollt ihr wissen? Das meine "Wahrnehmung von dieser Umgebung bestimmt wird?" Mit Sicherheit nicht! Mir ist bewusst das ich auf einen Bildschirm starre. "Verspüre ich Immersion?" Mit Sicherheit! Das ist die einzige Chance für konsistentes Rollenspiel.

Wieviele Items hast du in deinem Inventar? (bei mehreren Grids nur das größte)
17.069 - jedenfalls mit Adran. Dazu kommen Alts, aber da bin ich zu faul nachzusehen. Ich vermute das von diesen 17.068 Items ca. 5000 kleine Würfel mit einer Holztextur sind, die ich immer vergesse zu löschen wenn ich sie einmal erstellt habe...

Welches ist das für dich beste Machinima aus einer virtuellen Umgebung?
Ich stellte mir ernsthaft die Frage was ein Machinima ist. Eine kurze Google Suche hat mir dann weitergeholfen. Ich bin noch immer bei "Häh"?

http://www.metacafe.com/watch/126728/wow_here_without_you/

(die Fucking GEMA verhindert einen Youtube link - bedankt euch bei Typen wie Zasta, die das antike Urheberrecht noch immer für "angemessen" halten)
Aber ich denke das hier gewinnt bei mir. Ja, ich mag manchmal kitschigen Herzschmerz. In dem Fall ist das zwar eine Überdosis, aber ... hey, kommt schon - Liebe, Tod, Verzweiflung, Zorn. Evtl. hatte Nadja damals recht, als sie behauptet hat ich wäre morbide :-)

Gibt's den Machinima-Mist auch von SL?

Second Life wird in Kürze neun Jahre alt. Glaubst du, es wird noch weitere neun Jahre bestehen?

Zasta interessiert sich in erster Linie für diese Frage bei mir. Ich frage mich allerdings - WARUM? Hätten sie nach Gor gefragt, wäre meine Antwort unterhaltsamer gewesen. Ich denke das SL noch neun Jahre macht - wenn LL nicht vorher die Gliedmaßen von sich streckt - aber sogar DANN wird's irgendwer kaufen. Das Potential ist da.

Andererseits - die Verschwendung von Potential gab's in SL ja schon IMMER. Leider.

Identifizierst du dich mit deinem Avatar, oder ist es für dich nur eine Pixelpuppe, zu der du keinen Bezug hast?

Was heißt "Identifizieren"? Ich gehe nicht soweit, dass ich den  Avatar aus irgendwelchen neurotischen Gründen in seinem Zustand halte in dem er 2009 war, wie es andere tun. Wenn der mir nicht mehr passt, bekommt er die Haut abgezogen und die Haare ausgerissen. Mein Avatar verändert sich also stetig - ich bessere am Shape nach, kaufe Skins, Augen, Haare - und bei jeder Inkarnation, für jedes RP, mag ich es den vollständig neu durchzukomponieren. Und vielleicht ist das gerade der Grund, warum ich einen "Bezug" zu meinem Avatar habe, ohne mich gleich damit zu "identifizieren". Er sieht nicht wirklich aus wie ich selbst (sondern ist - ursprünglich - grob nach Sam Witwer modelliert) und letzten Endes ist er mein "Repräsentant" in verschiedenen Welten. Mein Aushängeschild - mein "Ich". Das "oder" in der Frage ist also falsch. Ich habe allerdings ein "Aussehen" das ich als "mein" privates Aussehen betrachte - da ich das aber nur trage wenn ich nicht spiele - also eigentlich immer nur dann wenn ich irgendwo mit Mila "privat" unterwegs bin, kennt das keiner ;-)



Sooo... Ich gebe das doofe Stöckchen nicht weiter sondern entscheide mich lieber für die biblischen Plagen die mir nach dem Kettenbriefgesetz jetzt wohl drohen. Pyramidensysteme - auch wenn sie umsonst sind - finde ich zutiefst suspekt. Hier endet die "Kette". Bei Zasta kann man das weiter verfolgen.

Montag, Mai 14

Too smart for my own good

Man lernt doch nie aus - ich habe ENDLICH das Mysterium gelöst, wo der Unterschied zwischen "Milord" und "Mylord" ist.

Weitergeholfen hat mir Staffel 2, Folge 7 der Game of Thrones Verfilmung - also - brace for impact - jetzt die wahrscheinlich NUTZLOSESTE Information ever zu einem fiktionalen Setting:

"Milord" sagen die niederen Stände. Das ist das klassische Bauerngenuschel, die nie so richtig sprechen gelernt haben. (Beispiele dafür sieht man Mittags in verschiedenen Talkshows)

"My lord" sagen die gebildeten Leute, die eine klare und deutliche Aussprache haben.

Lord Tywin benutzt die Information übrigens um zu erkennen das sich jemand Adeliges als Bauer nur tarnt...

Donnerstag, April 19

Night gathers and my watch begins

Ich gebe zu: Ich bin wankelmütig. Nicht "Zasta Wankelmütig" sondern völlig unberechenbar wenn ich eine neue Idee habe. Mein ganz privater Mephisto (Meine Seele ist schon verkauft) und ich, wollten EIGENTLICH eine nette kleine Burg in den Himmel rezzen, so als privates Refugium für all' die Dinge die man nicht unbedingt in der Öffentlichkeit machen möchte. (z.B. einfach in SL rumhängen)

Das Ende vom Lied war, dass wir zwar keine Burg haben, dafür ein 20er Jahre Hotelzimmer - und ich musste mir einen ordentlichen Hut suchen (es gibt in SL keinen).

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Aber ich denke, Adran macht sich auch als "D.A. Special Investigator" ganz gut.

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Mit seinem Partner, Jonah Stagheart, hat er ja schon verzweifelt versucht an einer Noir Hunt teilzunehmen.

Nebenbei suche ich ja immer noch nach dem perfekten Outfit für Game of Thrones. Die Serie hat ein paar furchtbar geile visuelle Eindrücke bei mir hinterlassen und ich hätte doch so gerne den weißen Ledermantel von Jaime Lannister. Das nächst beste fand sich in einem Laden der sich auf kontemporäre Asiatische Mode spezialisiert hat.

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Ich bin noch ein wenig unschlüssig, da es nicht WIRKLICH historisch korrekt ist, aber ich glaube, so eine etwas exotische Note schadet uns optisch nicht, um sich von den "normalen" Mittelalter Sims abzusetzen und die passenden, englisch angehauchten Namen zu bekommen. Sprechen die in der Deutschen Fassung (ich konnte sie weder guten Gewissens lesen noch als Serie ertragen) die Namen eigentlich auch Deutsch aus? Also "Jon" statt "Dschon?"

Und wo wir gerade dabei sind, noch ein Rückgriff zum Titel des Eintrags - aller Planung nach erleben wir heute einen Rekrutierer der Nachtwache, eine "Krähe" in Crow's Nest. Die Nachtwache ist die letzte Verteidigungslinie der 7 Königreiche (oder die erste), gegen alles was nördlich der großen Eismauer lebt. Die Nachtwache schwört einen lebenslangen Eid "Wache" zu halten - diese Wacht endet erst und NUR mit dem Tod. Wer desertiert wird als Eidbrecher ohne viel Federlesens hingerichtet. Da kann man noch so gute Gründe haben abzuhauen. Die Nachtwache nimmt keine Frauen, zeugt keine Kinder, ist von jeder Erbfolge ausgeschlossen - und allgemein ist es ein ziemlich kaltes, ödes, trostloses Leben da oben an der Mauer. Da niemand da wirklich im großen Stil freiwillig hingeht, bekommt man "Freiwillige" aus den Kerkern von Westeros - wer zur Mauer geht, also "das schwarz nimmt", wird von jedem Verbrechen frei. Trotzdem heißt es, dass sich viele eher die Hand (oder mehr - im Falle von Vergewaltigern) abhacken lassen als zur Mauer zu gehen.

Die Frage wie sinnvoll die Nachtwache ist, ist umstritten. Die meisten denken, das diese zerlumpte Bande die Königreiche gegen die Wildlinge, einen primitiven Menschenschlag der im ewigen Eis haust, verteidigen. Wieder andere sind sich sicher, dass hinter der Mauer noch Riesen, Schattenwölfe - und weitaus gefährlichere Monster leben...

In das Spiel auf Crow's Nest lässt sich die Nachtwache eigentlich nur als "Rekrutierer" oder "Botschafter" (Der Vorräte abholt - die meisten Lords spenden an die Nachtwache) einfügen. Das ist etwas, das ich im Augenblick bereue - im Nachhinein wäre vermutlich Haus Rhyswell in der Tat ein besserer Platz gewesen, eben weil es ziemlich nah an der Mauer liegt. Aber wer will schon ganzjährig Schnee auf der Sim?

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Das war mein versuch eine Krähe mit einem Outfit von Quality Designs zu bauen. Aufmerksame Mitspieler wissen - Ich benutze diesen Lappen als mein "Sumpferkundungsoutfit"

Oh - und bevor ich es vergesse - heute geht es natürlich weiter. Auf meiner Seite mit dem zweiten Akt, in einer blutigen Lovestory die nur in einer Tragödie enden kann, wie es im Moment aussieht.

Dienstag, April 17

If I could pray with my cock I would be more religious

Crow's Nest hat eine neue Septa. Und verschiedene neue Heckenritter. Und mit etwas Mühe werde ich die Gor Mannerismen schon aus den Spielern heraushämmern. Die Welt an der die Citadel baut, hat keinen Platz für Tarl Cabot.

Im Ernst - es hält sich glücklicherweise in Grenzen und alle waren bislang immer sehr dankbar für kleine Pointer im IM, wenn sie nicht mehr weiter wussten. Insbesondere der Mangel einer ordentlichen Begrüßungsformel ("Tal") in Westeros fällt mir allerdings selbst auf - ich sollte das beizeiten mal recherchieren was da so geht. Und verschiedentlich stehe ich auch kurz davor "Aii" statt ja zu schreiben - die gruselige Septa (wirklich - Stiller hat einen Avatar geschaffen der GANZ tief aus dem uncanny Valley kommt und der charakterlich perfekt zu Lord Morrigen passt) hatte das gleiche Problem, wich aber immerhin auf "Aye" aus, was auch keine üble Lösung war.

Anders als bei Gor ist es in Westeros allerdings schwieriger einfach zu sagen "Ich komme aus XY" - weil mit "XY" häufig etwas bestimmtes verbunden ist. Unser Heckenritter kommt nun aus Drachenstein/Dragonstone, wobei ihm meiner Ansicht nach gar nicht ganz klar war, was sich dahinter verbirgt und er einfach nur den Namen geil fand. Was ich verstehen kann.

Drachenstein ist die Stammfestung von Haus Targaryen, eine kleine Insel die im wesentlichen nur aus einer gigantischen Festungsanlage besteht. Von ihr aus haben die Targaryen ihre Invasion von Westeros vor 300 Jahren gestartet und als das Haus Targaryen im Krieg des Usurpators fiel hat dessen Bruder, Lord Stannis Baratheon, die Insel übernommen. Für einen Heckenritter der tatsächlich von dieser Insel kommt heißt das, dass er WAHRSCHEINLICH im letzten Krieg auf der falschen Seite gekämpft hat oder noch ganz frisch dabei ist... Aber diese Details klären sich noch.

Das RP selbst war wie immer hochklassig, Ser Lionels ist ein Kotzbrocken, wie immer (wirklich, Andera, wie du es geschafft hast einen derartig widerlichen Charakter so faszinierend auszugestalten beeindruckt mich :-) ). Jonah Stagheart zweifelt an meiner Kompetenz als Schwertfechter. Der Lord zweifelt an meiner Kompetenz als Schwertfechter. Der neue Heckenritter zweifelt an meiner Kompetenz als Schwertfechter. Rondry Morrigen interessiert sich nicht die Bohne für meine Kompetenz als Schwertfechter. Und mein konspiratives Treffen mit Milaine bei der Toten Septa ist der Quell der Qualen für den armen Ser Adran.

NEBEN dem RP war ich damit beschäftigt OOC Kram zu regeln, so dass ich diesmal wirklich, wirklich froh war, wenn ich mal 5 Minuten niemanden IC einführen musste (ich glaube Stiller war von meinen schlechten Emotes gestern geschockt). Das nächste Mal sehen wir hoffentlich zusätzlich zu den "neuen" noch einen Rekrutierer der Nachtwache, der sich für den Inhalt von Lord Morrigens Kerker interessiert...

Oh - und Apropos Kerker - Mila möchte nochmal eine "Führung" für interessierte Spieler anbieten, damit man sich in der Burg nicht immer verläuft und auch ihre Feinheiten findet.

Ausserdem überlegen wir einen weiteren Plottag einzuführen - die Motivation ist jedenfalls da häufiger zu spielen - aber ohne "Aufforderung" bleiben die meisten glaube ich weg. Vorschläge für einen Termin willkommen.

Die Bleiwüste hier sieht ja grausig aus. Ich muss beim nächsten Mal Bildchen machen...

Montag, April 16

Winter isn't the only thing that's coming...

Die aktuellen Perlen des RP's auf Gor (der Vollkornblogger berichtete) sorgen jedenfalls dafür, dass ein paar der geistig gesünderen Spieler das Handtuch werfen - und sich zu uns nach Crow's Nest verirren.

Der gestrige Sonntag hat tatsächlich 4 Leute gesehen, die Interesse an unserem RP bekundet haben, was nach bisheriger Erfahrung immerhin einen festen neuen Mitspieler bedeutet.

Noch immer bringe ich es nicht fertig mich aufzuraffen und meine IC Geplänkel hier zu schreiben - aber evtl. kann ich mal einen neuen Shop vorstellen...

http://maps.secondlife.com/secondlife/Imagine%20Isla/50/200/21

De la Soul - Urheber des Outfits für den Schmied von Crow's Nest (Ich hoffe es findet sich mal ein Spieler dafür, ICH tue mir die Rolle nämlich nicht auch noch an)

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Schmiede sind für eine Burg wichtig - die meisten Lords legen Wert darauf, dass der Schmied einer Burg Waffen schmieden kann und dafür perfekte Austattung hat - normale Schmiede bekommen eine scharfkantige Klinge vielleicht auch noch hin, aber das ist kein Vergleich zu den "castleforged" Waffen, mit denen ein Burgherr seine Truppen ausstatten kann.


Etwas anderes das von Interesse sein könnte, ist die Rolle des "Hedgeknights" bzw. des Heckenritters. Es gibt eine Reihe von inzwischen drei Novellen, die jeweils so um die 80 Seiten haben und die es für die ganz Lesefaulen auch als Comic gibt, die sich um das Leben von Dunk & Egg drehen. Dunk - oder auch "Ser Duncan" - ist solch ein Heckenritter, der durch ein paar Zufälle Egg - oder auch "König Aegon V." in späteren Jahren - als seinen Knappen bekommt. Das Verhalten des Gassenburschen aus dem Elendsviertel von King' Landing, der den jüngsten, altklugen Sproß der Targaryendynastie als seinen Knappen mitnimmt, lohnt sich auf jedenfall zu lesen. (Zumal sich in der Hauptromanreihe, die 80 Jahre später spielt, zahlreiche Anspielungen auf die beiden noch finden, für denjenigen der beides kennt).

Der Heckenritter jedenfalls ist der Tatsache geschuldet, dass man so ziemlich alles zum Ritter schlagen kann. Vorraussetzung dafür ist eine Rüstung, ein Schwert, eine Lanze, ein Pferd, etwas Training - und einen Eid den man auf die 7 schwört. Üblicherweise sind die Kosten so hoch, dass nur Adelige die Vorraussetzungen mitbringen, die in der Folge auch über Land verfügen das sie ernährt. Gelegentlich verarmt ein Ritter jedoch weil er aus irgendwelchen Gründen sein Land verliert. Manchmal wird sogar jemand ohne Nachnamen zum Ritter geschlagen (also ein "Gemeiner") - der natürlich nie über Land verfügte. Der eben erwähnte "Dunk" ist ein Gassenjunge, der lange Jahre als Knappe bei einem Heckenritter gedient hat, und sich nach dessen Tod die Rüstung, die Waffen und das Pferd aneignet (und über seinen Ritterschlag schlicht lügt). Im Verlaufe ihrer Abenteuer treffen die beiden auch meinen Favoriten - den "Knight of Pussywillow". Dieser ist der Bruder einer Hure, die ihre Jungfernschaft bei einem Lord gegen einen Ritterschlag für ihren kleinen Bruder getauscht hat...

Heckenritter sind üblicherweise verarmt (daher auch der Name - sie schlafen unter Hecken), haben einen miesen Ruf, da sie dazu neigen sich, wenn sie Hunger haben, als Banditen zu betätigen - aber trotz allem sind es Ritter. Durch die Rüstung und die Waffen werden sie zu einer Macht in Westeros, und daher gibt es drei Einnahmequellen: a) Bauern ausnehmen, b) Turniere gewinnen (aber das ist riskant wenn man verliert) und c) bei einem Lord anheuern.

Letzteres vor allen Dingen macht die Rolle auch für Spieler bei uns interessant - es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Ritter auf einer Burg vorstellen um in die Dienste des Lords genommen zu werden. Behält der sie nämlich dauerhaft, ist ihre Armut plötzlich vorbei...

Freitag, April 13

There are no men like me - there is only me

Wie gestern so großmäulig versprochen also hier das "Who is Who" von Crow's Nest. Das hier ist "Work in Progress", was sich in erster Linie darin äussert, das ich keine Fotos habe mit denen ich Euch hier entsprechend verzieren könnte. Wenn meine allgemeine Faulheit mitspielt, wird das noch korrigiert.

(Stand 17.4.2012)

Lord Lucius Morrigen - Herr von Crow's Nest (Lucius Viridis)

Der grummelige, glatzköpfige Kriegsveteran dürfte leicht zu identifizieren sein. Zwei Frauen hat er schon zu Grabe getragen, Lady Lyessa Ashford die bei der Geburt von Milaine starb und Lady Yanara Royce, die Rondry nicht überlebt hat. Lord Morrigen ist allgemein sauertöpfisch und ungefähr so liebevoll wie ein Stein.

Lady Damarys Morrigen- seine Mutter (Henrietta Brandenburg)

Theoretisch sollte die gute alte Großmutter Morrigen noch auf der Burg herumlaufen. Rein praktisch ward' sie noch nie gesehen, so dass ich in soweit nicht besonders viel sagen kann.

Lady Sansa Morrigen - Die älteste Tochter von Lucius (Rikka Bookmite)

Lady Sansa, von eher robuster Natur, hat schon trotz ihres jungen Alters drei Ehemänner überlebt. Der Spitzname "Schwarze Witwe" klebt seitdem an ihr. Todesmutig hat sich übrigens Ser Lionels entschieden Nr. 4 im Reigen der illustren, toten Gatten zu sein.

Lady Maryam Morrigen - Seine zweitgeborene Tochter (Mell Gustafson)

Lady Maryam ist die brave unter den Töchtern. Immer darauf bedacht den kleinen Rondry vor allerlei Gefahren zu schützen, nett zu den Bediensteten - aber dabei irgendwie zurückgezogen...

Lady Milaine Morrigen - Seine jüngste Tochter (Mila Vendetta)

Lady Milaine, die jüngste Tochter des Lords hat gesteigertes Interesse an Büchern, freundet sich rasch mit Neulingen an - und ist inzwischen im passenden Alter um möglichst schnell an einen Lord verheiratet zu werden. Ins Auge ihres Vaters ist Lord Walder Frey, der Herr der Zwillinge, gefallen. Milaine freut sich so sehr über die Wahl ihres Vaters, das sie jede Nacht vor Freude weint. Etwas sinistres geht zwischen ihr und Ser Adran vor...

Rondry Morrigen - jüngster Sohn des Lords und nunmehr der einzige Erbe (Aqrab Resident)

Rondry, ein 10 jähriger Junge mit einer Zielscheibe auf dem Kopf, ist der letzte Erbe von Crow's Nest. Rondry ist der typische, vernachlässigte Jüngste, der seinen Vater kaum kennt und lieber mit Stöcken nach Schildkröten sticht als zu lernen wie man ein Schwert führt. Darian, der Wachmann, hat die undankbare Aufgabe dem kleinen beizubringen wie man kämpft.

Ser Adran Somerton - Steward von Crow's Nest (Adran Naimarc)

Der Schreiber dieser Zeilen. Gutaussehend, Charismatisch - stammt aus einem Geschlecht von notorischen Eidbrechern und Verrätern und hat ein wenig Training auf der Zitadelle der Maester genossen. Die Blicke die er Milaine Morrigen zuwirft sind schwer zu übersehen...

Lady Tyene Somerton - Ser Adrans Schwester (MidnightColor Resident)

Tyene, von Freunden auch als "Ty" abgekürzt ist die Schwester von Ser Adran. Neu auf Crow's Nest angekommen, ist sie entsetzt von der schwermütigen, düsteren Stimmung die in dem verregneten Stück Land herrscht. Ihr Bruder soll einen passenden Ehemann für sie finden und scheint ein teuflisches Komplott damit zu schmieden...

Jonah Stagheart - Hauptmann der Wache von Crow's Nest (Zasta Korobase)

Stagheart kommt langsam in die Jahre und das merkt man auch. Der "Jungeselle aus Überzeugung" ist kein Ritter, aber als Mitglied der adeligen Familie Stagheart kommandiert er die Wachen von Crow's Nest. In letzter Zeit scheint es, als holen ihn seine Vergangenheit und die vielen Leichen der vielen Kriege ein...

Maester Gavin - Maester von Crow's Nest (Carter Silversmith)

Maester Gavin ist mindestens so alt wie der Lord selbst und die beiden verstehen sich blendend. Gavin ist ganz die Kreatur seines Herrn und Meister, dabei aber trotzdem stets auf seinen Vorteil bedacht. Die meisten Dienstmädchen (und die ein oder andere Adelige) gruselt sich bei dem Gedanken mit dem alten Mann alleine zu sein. Lady Milaine hat viel Unterricht bei ihm genossen, auch wenn es ihr wohl kalt den Rücken runterläuft bei ihm.

Septa Yslaine - ängstliche Götterdienerin (Stiller Himmel)

Yslaine ist neu auf Crow's Nest und lebt sich noch ein. Die hochgewachsene, strohblonde blasse Frau ist noch nicht allzu alt. Nach dem Tod von Septa Artemis wurde sie aus Kings Landing einbestellt.

Lady Cadalya Blacktyde - Geisel von den Iron Islands (Cat Cortes)

Lady Blacktyde stammt von den eisernen Inseln. Ihr Vater ist einer der loyalsten Vasallen von Lord Balon Greyjoy, dem Herrn der eisernen Inseln - und im Zuge von Greyjoys Rebellion kämpfte auch Haus Blacktyde gegen den König. Die Rebellion wurde niedergeschlagen und Lord Blacktyde musste, wie alle Adeligen der eisernen Inseln, Geiseln abgeben um seine Loyalität zu sichern. Seine Wahl fiel Lady Caldaya, so dass Caldaya nun weit weg von zu Hause umgeben ist von Menschen, die ihre Brüder erschlagen haben... In letzter Zeit freundete sie sich allerdings ein wenig mit Lady Milaine an.

Ser Lionels Loronje - reisender Ritter (Mambo Menges)

Der reisende Ritter und zukünftige Erbe des Turms von Loronje ist erst seit kurzem Gast auf der Burg, hat aber schon für bleibenden Eindruck gesorgt. Der Lord und der Ritter verstanden sich auf Anhieb, und wie es aussieht, wird wohl Sansa Morrigen als nächstes in seinen Armen enden...

Ser Thorgal von Drachenstein - Ein Heckenritter (Thorgal Thespian)

Der Heckenritter ist besser gekleidet als sein Stand es eigentlich vermuten ließe. Seine Schwester macht viel Werbung für seine Schwertkunst, aber bislang wurde sie noch nicht wirklich getestet...

Olivia - Schwester des Heckenritters (Broka Resident)

Das von Narben gezeichnete Gesicht lässt auf eine düstere Vergangenheit hindeuten, aber scheint sie gegenüber ihrem Bruder und Aufpasser loyal. Hinter ihrem Rücken tuschelt man jedoch, was das Geschwisterpaar von Drachenstein vertrieben haben könnte...

Darian - Wache auf der Burg (Marcoamando Resident)

Darian hat einen düsteren Humor aber einen Sinn für Loyalität der seines gleichen sucht. Darian ist der willige Vollstrecker seines Lords, das Schwert das dann gezückt wird, wenn es gilt jemanden einzuschüchtern. Auch er fühlt sich dann am wohlsten, wenn er seine Finger auf den Hintern der Mägde legen kann.

Rosalie - Köchin von Crow's Nest (Irina Franizzi)

Die gute Seele der Küche, immer einen freundlichen Spruch auf den Lippen und einen Topf mit etwas zu Essen zur Hand.

Anny - Dienstmagd mit Geheimnis (Anidusa Carolina)

Anny ist ein junges Mädchen das sich auf der Burg als Magd verdingt hat. Aber irgendetwas ist merkwürdig an ihr - Jonah verbringt viel Zeit in Gesprächen mit ihr und wohlmöglich hat er herausgefunden was dahinter steckt?

Auraya - Dienstmagd von den Sommerinseln (Nobody Melodie)

Auraya ist nicht schwer zu erkennen - ihre dunkle Hautfarbe machen sie optisch zu einem Aussenseiter in Crow's Nest. Ihre Wurzeln liegen auf den Sommerinseln, aber niemand weiß genau wie das neugierige Mädchen nach Westeros gekommen ist. Ser Adran spannt sie für besondere Aufträge ein und Darian scheint Anstoß an ihrer neugierigen Art zu nehmen...

Lyva - neugierige Magd (Alestia Laval)

Lyva ist offensichtlich mit Milaine Morrigen befreundet. Lyva tröstet Milaine wenn es dieser schlecht geht - und interessiert sich brennend für ihre Angelegenheiten. Trotzdem ist sie bislang daran gescheitert herauszufinden was zwischen Ser Adran und Milaine abgesprochen wird...

Gavin Schnee - reisender Ritter (Gavin Helendale)

Gavin Schnee, aus dem hohen Norden, ist noch ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt. Lord Morrigen will ihn noch in einem Zweikampf testen, aber bislang ist es dazu nicht gekommen. Auffällig an ihm ist, dass er die angedeuteten Züge eines Dothraki hat, einem Reitervolk von Essos...

Peyr - Stallbursche (Peyr Resident)

Der stets gut gelaunte Stallbursche ist ständig auf der Suche nache einer Gelegenheit um sich etwas zu Essen zu verdienen. Ausserdem ist er schon nach kurzer Zeit beliebt bei allen Küchenmägden...

Dienstag, April 10

Rank has privilege

Um einen kleinen Überblick in den Wust der gesellschaftlichen Zustände von Westeros zu bringen, hier ein kleiner Artikel wann wer was ist - und es sei darauf hingewiesen, dass, verglichen mit der Erde, das ganze hier jetzt gerade zu banalst ist.

Die Gesellschaft von Westeros ist "feudal" aufgebaut, das heisst, das letzten Endes alles Land dem König gehört und dieses Land dann als "Lehen" (das hat was mit Leihen zu tun) an seine "Vasallen" vergeben wird. Diese Vasallen geben das Land dann ihrerseits an deren Vasallen weiter, diese Vasallen geben es dann an ihre.... und so weiter.

Für Crow's Nest bedeutet das, dass der König, Robert Baratheon I. (Anrede "Euer Gnaden") die Sturmlande an den Lord Paramount der Sturmlande Stannis Baratheon (Anrede "Milord") verliehen hat (ja, das ist zufällig sein Bruder). Der wiederrum hat das Land um Crow's Nest an Lord Lucius Morrigen verliehen (Titel "Lord", Anrede ebenfalls "Milord"). Der hat das Lehen um Hunters Hall an die Familie Stagheart, das Lehen um Somerton Hall an die Familie Somerton und das Lehen um Farsight Point an die Familie Hawke weitergegeben. Die wiederrum haben Teile des Lehens weiter verteilt an Bauern, die das Land bestellen.

Konsequenz daraus ist, dass man seinem Lehensherrn die Lehenstreue schuldet - im wesentlichen also Soldaten bereitstellt bzw. selbst mitkämpft, sollte das nötig werden. Das ist im wesentlichen die Lehenspyramide.

"Ritter" ist ein spezieller, davon losgelöster "Titel" den man bekommt, wenn man ein bestimmtes Arsenal zusammen hat - man braucht eine Lanze, ein Schwert, eine "Ritter"-Rüstung und ein Pferd. Dazu schwört man, vor den Göttern - also den Sieben - die Schwachen zu schützen. Ein anderer Ritter kann einen daraufhin zum Ritter schlagen. Daran gebunden ist der Ehrentitel "Ser", der darauf hindeutet das man diese Weihe empfangen hat. Diese Weihe ist aber nicht zwingend nötig. Jemand wie Jonah Stagheart auf Crow's Nest ist sicherlich ein gefährlicher Kämpfer, aber er wurde nie zum Ritter gesalbt. Weiterhin ist es auch nicht unbedingt nötig Adelig zu sein um den Ritterschlag zu erhalten - man braucht dazu in der Tat nur die Ausrüstung und muss den Eid schwören.

Die Anreden von Frauen sind simpel - man nennt alles "Lady/Milady" was irgendwie auch nur den Hauch von Adel an sich hat. Besondere Titel gibt es insoweit nicht.

Ein Bastard ist ein Kind, dass aus einer illegitimen Verbindung entsprungen ist und das mindestens ein adeliges Elternteil hat (unter einfachen Leuten ist das völlig egal wer wen schwängert). Ein Bastard muss, damit er den entsprechenden Nachnamen bekommt von seinem Vater/seiner Mutter "anerkannt" werden. In diesem Falle bekommt er einen Bastardnamen - im Norden von Westeros ist das "Snow" oder "Schnee", in den Sturmlanden "Storm" oder "Sturm", in den Flusslanden "Rivers" oder "Fluss", in King's Landing "Waters" oder "Wasser" usw. usw. Bastard zu sein ist in den Augen der Westerosi ein Makel - als Bastard sollte man also SELTEN erwarten große Karriere zu machen.

Die Geisel hingegen ist ein anerkanntes, gewöhnliches Kind eines Lords. Der hat allerdings meist etwas ausgefressen und eines seiner Kinder wird daher auf eine andere Burg gebracht, wo er dann bleibt, als Sicherung der Loyalität seines Vaters. Diese Geisel wird als "Gast" behandelt und darf weitestgehend am Leben in der Burg teilhaben - sie muss nur damit rechnen hingerichtet zu werden wenn ihr Vater erneut einen Fehler machen sollte. Häufig nimmt man eher Männer als Frauen als Geisel, da diese in Westeros als wertvoller gelten.

Letztlich könnte man als Page/Zofe/Knappe noch auf eine fremde Burg kommen. Es ist üblich das man junge Männer als Page oder Knappe auf eine befreundete Burg schickt (oder auch auf nicht befreundete - siehe Geisel - das kann man durchaus kombinieren) wo sie dann einem Ritter dienen und von diesem im Waffenhandwerk ausgebildet werden. Bei Mädchen wird dies eher bei niederadeligen Familien gemacht, die darüber ungewollte Töchter an die Höfe wichtiger Lords entsorgen, wo sie dann in erster Linie den hohen Töchtern dabei helfen sich richtig anzuziehen.

Ich hoffe der kurze Überblick klär ein paar Mysterien...

Freitag, März 23

As we sin so do we suffer

Die ersten Menschen glaubten an die namenlosen, monströsen Götter der ersten Menschen, die in den Weirbäumen lebten und denen man in alter Zeit blutige Opfer bracht. Die Eroberung durch die Andalen brachte die Sieben nach Westeros. Die Krieger der Andalen, bewaffnet mit Stahl und daher den ersten Menschen und ihren Bronzewaffen überlegen, ritzten oder brannten sich den siebenzackigen Stern, das Symbol ihres Glaubens, in den Körper. Nach der Eroberung brannten die Weirwood bäume, auch wenn fast jede Festung die etwas auf sich hält ein kleines "Götterwäldchen" hält - ein Garten mit eben einem solchen Baum - der aber nur noch der Entspannung dient.

Crow's Nest, als Lehen in den Sturmlanden, ist seit jeher fest im Glauben an die Sieben. Die Septe von Crow's Nest weist insofern eine Besonderheit auf:

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Die Darstellungen der Sieben sind uralte, wertvolle Masken aus dem Holz von gefällten Weirwood Bäumen, entstanden vor 5000 Jahren als die Andalen das Land unter ihre Herrschaft zwangen. Wir sehen da oben den "Krieger", einen der Sieben, vor dem eine Kerze brennt um für Erfolg in einem Kampf zu beten.

Die Sieben sind:

- Der Vater - Der Herrscher und gerechte Anführer
- Die Mutter - Die gnädigste unter den Sieben unter deren Schirmherrschaft die Kinder stehen
- Die alte Frau - Sie sieht die Zukunft und das Schicksal
- Der Krieger - Zu ihm betet man für Geschicklichkeit und Erfolg im Kampf
- Der Schmied - Er ist für Handwerk und Arbeit zuständig
- Die Jungfrau - Zu ihr beten vor allen Dingen junge Frauen die sich einen guten Ehemann wünschen, aber generell nimmt sie sich aller Liebenden, ob jung oder alt an.

Der letzte der Sieben, der Fremde, wird fast gar nicht verehrt, aber trotzdem hat er einen Platz in jeder Septe.

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In Crow's Nest gehört ihm die schlichteste, am wenigsten verzierte Maske. Er ist der Hüter des Todes - und nur wenn jemand stirbt wird vor ihm eine Kerze entzündet...

Mittwoch, März 21

Dark Wings and Dark Words

Unser Maester ist uns weggebrochen, weil sich herausstellte das ein Orden von Wissenschaftlern keine sklavenhaltenden Gor Krieger sind (ich suche noch immer nach der Stelle wo ich bei der Rollenbeschreibung den entscheidenden Fehler gemacht habe - ich finde ihn bislang nicht)

Die Folge ist jedenfalls, da die Burg einen Maester braucht, das ich in soweit aushelfen muss. Hier also das Ergebnis von 1200 Linden + 10 Minuten Zeit zum ausstaffieren der Rolle:

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Maester Gavin von Crow's Nest, ein langsam senil werdender alter Mann trägt hier die "Taliesin" Robe von ViGo für 400 Linden, ein Skin für 800 Linden von "Ruby Skins" (Zecheriah - eine dicke Empfehlung für den Laden, für jeden der einen bewusst unattraktiven oder alten Charakter bauen will) - und die Maesterkette von Fatale, deren Preis sich für mich nicht in Linden Dollaern messen lies - das Endprodukt wird es aber auch in Milas Shop geben für ca. 200 Linden, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Falls jemand gesteigerte Lust auf die Rolle hat, sagt mir Bescheid - Maester sind deutlich spaßiger als Blaukastige, weil man sich nicht mit künstlichen Beschränkungen abfinden muss.

Die Maester der Citadel sind ein Orden der sich dem Wissen verschrieben hat. Jeder, gleich welchen Standes, kann Eintritt begehren - einzige Vorraussetzung ist Intelligenz. Ein Maester schmiedet "Kettenglieder" mit jedem Wissensgebiet das er erlernt. Dabei steht jedes Metall für ein anderes Wissensgebiet - Silber für die Heilkunst, Gold für Finanzen, Eisen für die Rabenpflege, Stahl für Kriegskunst, Valyrischer Stahl für Esoterisches, Kupfer für Geschichte usw. usw. usw. Hat er genug Kettenglieder beisammen um die Kette um den Hals zu bekommen, schwört er den Eid der Maester, gibt seinen Familiennamen (nicht UNBEDINGT seine Loyalität) ab und wird fürherhin zölibatär (jedenfalls offiziell) leben. Danach verschifft man ihn an den Hof irgendeines Adeligen, wo er dem Lord dann mit Rat und Tat zur Seite steht. Maester sind vor allen Dingen als Heiler gefragt.

Dadurch das an JEDEM Hof ein Maester sitzt, der letztlich von der Citadel kommt, hat der Orden der Maester gigantischen Einfluss auf die Politik...

Montag, März 19

All Flowers bow before the Sun

Haus Somerton - Rising High - steht jedenfalls in den Startlöchern. Da Zasta bei SLinfo zumindest das Haus erwähnt hat, sollte ich zumindest ein paar Informationen über das Haus der Öffentlichkeit preisgeben. Falls jemand einen Bruder/Schwester/Onkel/Tante/Cousin 3ten Grades von mir spielen will.

Haus Somerton ist die Verlegenheitsschöpfung als ein Dornischer Bastard die Tochter des Lord Paramount der Sturmlande, kurz nach der ersten missglückten Eroberung Dornes, schwängerte. Um den Skandal zu vertuschen erhielt der Bastard Namen, Haus und ein Stück karges Gebirgsland an der Grenze zu den dornischen Marschen, unweit von Summerhall - und wurde genötigt den Lords von Crow's Nest die Lehenstreue zu schwören. In der Folge entpuppte sich Haus Somerton stets als wackeliger Verbündeter des Mutterhauses, doch durch die enge Verbindung zu ihren dornischen Wurzeln waren sie im Handel mit den Nachbarn ein wertvolles Werkzeug, dass darüber auch zu einigem Reichtum kam. Als Robert Baratheon zu den Waffen griff und die Targaryen Dynastie stürzte, folgte Haus Morrigen dem Lehnsherr in den Krieg - Haus Somerton hingegen rebellierte gegen Haus Morrigen und schlug sich auf die Seite der Targaryenkönige und ihrer dornischen Alliierten. Nach ihrer Niederlage wurde ihr Vermögen durch die Krone weitestgehend eingezogen und der Lord zur Nachtwache verbannt. Durch den Bruch des Lehnseides ist der Ruf der Somertons bei Haus Morrigen natürlich dahin...

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Ein paar Outfits dazu - um mehr Überblick zu geben:

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Das Outfit (ja, ich hab es schonmal gepostet) besteht aus einem Fellmantel von Urt's 'n Shoot und dem "Bran Outfit" von ViGo. Dazu habe ich ein Halstuch von Tonktastic kombiniert und darüber das Outfit ein wenig an Robb Starks Outfit in der GoT Verfilmung angelehnt. Im Hintergrund: Crow's Nest

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Beide Bilder sind etwas trauriger geraten, was zum Ernst der Angelegenheit passt. Rüstungen in Second Life sind das grauen. Ich glaube ich kenne inzwischen JEDEN Laden der jemals etwas IRGENDWIE RüstungsÄHNLICHES verkauft hat. Das da oben ist eine modifizierte Rüstung von Arbalest + ein Wappenrock von Zasta. Wer auf die Idee kommt einen Ritter zu spielen, der möge mich mal ingame kontaktieren, ich lege meine recherchen gerne mal offen und helfe bei der Auswahl einer passenden Rüstung. Aber es ist schwierig in SL...

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Das ist jetzt ein Beispiel für ein GoT Outfit von der Stange. In dem Fall passend, für diejenigen die eine Geisel von den Iron Islands spielen wollen. Das Outfit stammt komplett von Quality Designs und nennt sich "Theon Greyjoy". Quality Designs ist sowieso eine recht gute Quelle, wenn man damit leben kann, das man von Kundenfreundlichkeit wenig hält und einen leider mit grausamen Modskripten foltert statt die Items modbar zu machen...

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Das ist eine Überlegung für ein Höflingskostüm - Angelehnt an das Outfit von Littlefinger in der Serie - "Gunnar" von DragansVarg. Die Firma stellt genau zweieinhalb brauchbare Outfits her und Gunnar ist eines davon. Die dazugehörigen Schultern waren mir etwas zu gewaltig, aber unter Umständen könnte man die dazu tragen.

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Adran in der Gruft der Morrigens. Hier trage ich die "Maven" Tunika von KnickKnack die JEDER besitzen sollte. Die ist das "weiße T-Shirt" für Rollenspieler. Die geht IMMER für irgendwas und sieht dazu unglaublich gut aus.

Ansonsten - wer Tips braucht Zasta Korobase kennt sich aus ;-) (und wenn man möchte darf man mich, also Adran Naimarc, auch fragen ;-) )

Mittwoch, März 14

But what does it matter, for all men must die...

... and i've tasted the Dornishmens Wife.

Wir nähern uns der Fertigstellung von Crow's Nest, der Game of Thrones Sim. Die schöneren Bilder von der Umgebung kann man nebenan bei Zasta sehen. Ich will die gelegenheit nutzen ein paar der Outfits von Rollen auf der Sim zu zeigen - für all diejenigen die sich fragen wie man da wohl aussieht (und nebenbei lernt man ein paar Burgbewohner kennen). Leider sind mir die Fotos nicht so gelungen wie ich das wollte... Ich bin aus der Übung.

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Das ist Lord Lucius Morrigen, Herr über Crow's Nest und vernarbter Veteran der in die Jahre gekommen ist. Das Outfit besteht in erster Linie aus einer Rüstung von Bare Rose und einem Wappenrock von Quality Designs.

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Milaine Morrigen, jüngste Tochter des greisen Lords. Einmal in malerischem Rot, mit braver Flechtfrisur vor dem Weirwood Baum und einmal einem blauen Alltagskleid mit offenen Haaren.

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Ser Adran Somerton, einmal in Fellmantel gegen die diesige Kälte von Crow's Nest und einmal gelangweilt in seinem Zimmerchen auf einem Stuhl mit einem süßen dornischen Wein. Das Fellmanteloutfit ist wild zusammengestückelt, das zweite Outfit stammt von Quality Designs.

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Kylon Storm, der mysteriöse Heckenritter ungewisser Herkunft der sich um die Burg herumtreibt. Dessen Outfit ist fast zur Gänze selbstgebaut - das Kettenhemd ist Zastas Werk und für den Helm zeigt sich Kylon selbst verantwortlich...


Das als erste Übersicht - ich muss daran denken nochmal ordentliche Bilder zu schießen...

Freitag, März 2

Power resides where men believe it resides...

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Adran Somerton

Es wurde Zeit mal ein Bildchen mit dem neuen Avatarstil zu veröffentlichen.

Dienstag, Januar 31

Yes Boss!

Das ist die Antwort auf Zastas aktuellen Blogbeitrag ( http://eatsbluecrayon.wordpress.com/2012/01/31/die-fetten-jahre-sind-nicht-vorbei/ )

Die Anrede "Du" ist der Tatsache geschuldet, dass ich ursprünglich angefangen habe das als Antwort bei Zasta zu tippen :-)

Mir hat die erste Seite des verlinkten Threads gereicht.

Wobei ich persönlich kein Freund von Folter RP bin und dazu neige bei solchen sadistischen Ausfällen meine Paper Runde auf der Stelle abzubrechen (ist durchaus schon mehrfach vorgekommen) - und mein Star Wars Online Abonnement ist aus exakt dem Grund gekündigt, dass ich keine Lust hatte meine Zeit mit Leuten zu verbringen die es "geil" finden das man da Sklaven mit Schockhalsbändern quälen kann.

Ich denke aber auch, dass es da schlicht einen Haufen Leute gibt, die überhaupt nicht darüber nachdenken was sie da tun würden, wenn das real wäre und die ihren Machttrip genießen.

Diese onkelhafte, grässliche Diskussionsweise von SLinfo tut allerdings ihr übrigens um aus dem Thema völlig absurdes Theater zu machen - und inzwischen hast du so viele Threads verlinkt die ich dann auch gelesen habe, das ich manchen Leuten statt einem Nick auch einfach eine Funktionsbeschreibung zuordnen könnte ("Die frustrierte Karrierezicke die sich so sehr Kinder wünscht", "Die junge, aggressive, tollwütige Hausfrau", "Der Wannabe Untergrundkommunist", "Die Freundin der Prohibition", ihre beste Freundin "Die Beschützerin der Unschuldigen", "Der emotionale Vampir")

Und alle sind sie Wahrsager, die genau wissen was bei dieser Folterorgie genau vorgefallen ist. (Manche Leute spielen einvernehmlich deutlich grausameres und finden es beide geil)

Wo du allerdings irrst ist, das man in SL ausschließlich einverständlich handeln kann. Eine Manipulation, ein Erpressen, ein Drängen, ein Nötigen setzt nicht zwingend körperliche Handlungen vorraus. Im Gegenteil - jemanden zu verprügeln ist weitaus weniger effektiv als bewusst (oder instinktiv) genau die richtigen Schalter bei jemandem drücken zu können um ihn dazu zu bekommen zu tun was man möchte. Du machst den Fehler das aus der Sicht des Rollenspielers zu sehen, noch dazu einem, der sich genauso wie ich, recht effizient von einem Charakter distanzieren kann.

Andererseits habe ich bei mir selbst gemerkt, als mein Heiler gestorben ist, das ich Stiller schon gerne so ein halbes Stündchen angebrüllt hätte. Und ich habe wirklich mehr als nur einen liebgewonnenen Rollenspielcharakter zu grabe getragen.

Das ist ein Thema, der sich die Gor Community wirklich mal annehmen könnte - noch labilere Personen als ich es selbst schon bin hab ich mehr als eine in meiner Zeit im RP getroffen - und ich bin mir sicher, dass man diese Menschen natürlich zu viel manipulieren kann. Was meinst du woher die ganzen Kajirae kommen die No-Sex in ihren Limits stehen haben... Ob man da noch von Freiwilligkeit reden kann, weiß ich auch nicht.

Es gab mal eine Studie, die hat festgestellt, das viele Leute im Knast homosexuelle Erfahrungen machen, nicht weil sie vergewaltigt würden, sondern weil sie glauben "Das ist eben so, im Gefängnis!" - gelegentlich drängte sich in meiner Gor Zeit der Eindruck auf, das viele Kajirae halt Sklavin spielen weil "das ist eben so, auf Gor"

Andererseits ist das etwas wo jeder einzelne in der Pflicht stünde, und ein besseres Menschengeschlecht mendeln WIR nicht aus den Goreanern heraus...

Mittwoch, Januar 11

Battlestar Gorlactica II

Machen wir weiter mit den anderen Kasten - den "Niederen Kasten"

Die niederen Kasten sind, anders als die hohen Kasten, durchlässiger. Wenn ein Schreiner beschließt nun lieber zu Töpfern, dann kann er seine Kaste mit Leichtigkeit wechseln. Ebenso legen die niederen Kasten deutlich weniger Wert auf die Farbcodierung der hohen Kasten - technisch GIBT es zwar Farben für jede Kaste, in der Praxis werden diese jedoch in den seltensten Fällen getragen - von Ausnahmen abgesehen. Es gibt viele verschiedene niedere Kasten und nur die wichtigsten werden nun exemplarisch aufgezählt:

- Die Kaste der Baumeister -

Die Baumeister, Architekten und Maurer, sehen sich selbst als das Rückgrat der goreanischen Stadtstaaten - und etwas wahres könnte daran sein. Die meisten Baumeister arbeiten unermüdlich an Bauwerken und anderen Großkonstruktionen die für das tägliche Leben benötigt werden. Andere haben sich auf Schiffe spezialisiert. Bestimmte Baumeister haben einen Ruf als Streitwagenkonstrukteur. Wieder andere arbeiten als quasi "Gehilfen" für ein Mitglied der Wissenden und setzen dessen bizarre Konstruktionen um. Anders als die Wissenden werden die Baumeister von der Bevölkerung allerdings "verstanden" und genießen hohe Achtung. Anders als die meisten niederen Kasten achten die Baumeister aus guten Gründen auf die Konkurrenz - wer sich "Baumeister" nennen will, der braucht die Anerkennung der Kastenältesten und muss dafür üblicherweise seine Kunstfertigkeit beweisen. Ihre Farbe ist ein reines Gelb, auch wenn sie das nur seltenst einmal tragen.

- Die Kaste der Heiler -

Hebammen, blutige Wundärzte und Kräuterkundige finden sich in der Kaste der Heiler. Diese Kaste verzichtet fast immer auf eine Qualitätskontrolle ihrer Mitglieder - JEDER der ein grünes Stoffstück um die Hüften bindet kann sich "Heiler" nennen. Als Folge schwankt die Qualität der meisten goreanischen Heiler massiv. Von wirren Quacksalbern über inkompetente Metzger, hinzu brillanten Chirurgen denen nur das Geld für die Kaste der Wissenden fehlte, findet sich hier die gesamte Bandbreite der menschlichen (In)kompetenz. Anderseits werden einem Heiler, der zuviele Patienten umbringt, die Angehörigen irgendwann einen Besuch abstatten, was die Waage leicht in Richtung der "guten" Ärzte verschiebt. Die meisten Leute trauen den Heilern übrigens mehr auf den Weg als den Wissenden, auch wenn DEREN Ausbildung deutlich höherwertig ist (oder ÜBERHAUPT stattgefunden hat). Andererseits sind die Heiler natürlich billiger. In der Kaste findet sich eine Vielzahl von Frauen, viele von ihnen auch freigelassene Sklavinnen, einfach weil es sehr einfach ist der Kaste beizutreten.

- Die Kaste der Händler -

Scherzhaft wird die Kaste gerne als die "wahre Macht" von Gor bezeichnet, allerdings kann es gut sein, das dieser "Scherz" einen Funken Wahrheit beinhaltet. Die Händler haben das faktische Monopol auf den Handel zwischen den Stadtstaaten, was die Kaste unermesslich reich macht. Wer einen Teil dieses Kuchens für sich haben will, der braucht die Erlaubnis der Kastenältesten seiner Stadt (üblicherweise verbunden mit einem großen "Geschenk" an diese) - oder er kann Schmuggeln. Da man in den meisten Städten für diesen Schmuggel gekreuzigt wird, wagen nur die mutigsten dieses riskante Unternehmen. Die Händler tragen weiß mit goldener Borte. Die Kaste gebärdet sich beinahe wie eine hohe Kaste - die Mitgliedschaft bei den Händlern wird üblicherweise vererbt, da faktisch die wenigsten Handwerker die notwendigen "Geschenke", also das Bestechungsgeld, für die Kastenältesten aufbringen könnten. Viele hohe Kasten verachten die Händler, da die meisten bei diesen aber verschuldet sind, handeln sie nicht offen gegen sie.

- Die Kaste der Sklavenhändler -

Die meist grell gekleideten Sklavenhändler jagen und bilden Sklaven aus. Da Sklaven das Rückgrat der goreanischen Wirtschaft sind und der Verkauf von Sklaven durch Händler ohne eine entsprechende "Lizenz" verboten ist, können die Sklavenhändler ebenfalls häufig erhebliches Vermögen anhäufen. Die Kaste ist einer der größten Arbeitgeber der roten Kaste, braucht man die Krieger doch für das Fangen und Bewachen der Sklaven. Grundsätzlich sind Sklavenhändler ziemlich verrufen und trotz ihres Vermögens selten wirklich gesellschaftlich so akzeptiert, dass sie zu den wirklich wichtigen Parties eingeladen werden. Ausnahmen von dieser Regel bestehen jedoch - einige alte Sklavenhändlergeschlechter haben erheblichen Einfluss und einen Sklaven aus deren Bestand sein eigen zu nennen ist ein großes Statussymbol. Diese Sklavenhäuser "züchten" auch gezielt bestimmte Sklaveneigenschaften, wohingegen sich die meisten anderen Sklavenhändler darauf beschränken zu "jagen" und dann zu brechen.


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Goreanisches Lebensgefühl

Männliche Dominanz:

Männer sind das starke Geschlecht - zumindest in Mittelgor. Dies mag auf den ersten Blick verwundern, da Frauen doch teilweise ganz erhebliche Freiheiten gewährt werden, doch stellt sich bei näherer Betrachtung heraus, dass Frauen üblicherweise von allen wichtigen politischen Ämtern ausgeschlossen sind und dass die Erbfolge immer nur über die Söhne verläuft. Die Möglichkeiten für Frauen an eigenes Vermögen zu kommen sind äusserst beschränkt.
Hinzu kommt, das "Frauen" die sich für die Kaste der Krieger, also die Träger des militärischen Rückgrates der einzelnen Stadtstaaten ihre geschlechtliche Identität quasi aufgeben und von der Gesellschaft als "Mann" behandelt werden (das geht soweit, das sie teilweise auch in der Öffentlichkeit Sklavinnen auf Tavernentischen nehmen).

Sexualität:

Der Goreaner an sich geht unverkrampft und offen mit seiner Sexualität um. Dies gilt zunächst für beiderlei Geschlechter - auch die freie Frau genießt eine ungeahnte Freiheit und kann sich austoben wie sie möchte. Der Goreaner beschränkt sich dabei auch nicht auf sein eigenes Geschlecht - insbesondere ist es unter Kriegern ein Zeichen von Schwäche männliche Bettgefährten zu verschmähen. Wie kann ein Krieger seine Brüder auf dem Schlachtfeld verteidigen, wenn er sie nicht wirklich lieben kann? - so jedenfalls die Ratio der meisten Rotkastigen. Talenus, der Sohn des Herrschers von Ar und sein Gefährte Tarl Cabot von der Erde lehnen sogar vollumfänglich den geschlechtlichen Kontakt mit Frauen ab - dieser schwäche einen echten Mann lediglich. Die meisten Krieger können diesem Extrembeispiel allerdings nur wenig abgewinnen.

Tavernen:

Unter den Angehörigen der hohen Kasten sind Tavernen grundsätzlich verpönt. Wenn er sich mit Freunden treffen und etwas trinken will, dann geht er in ein Badehaus, wo beiderlei Geschlechter ganz ungezwungen miteinander umgehen können. Goreaner der niederen Kasten treffen sich in kleinen, Cauponae genannten Tavernen, die üblicherweise nur Platz für wenige "Stammkunden" bieten. Fremde werden äusserst misstrauisch beäugt - um in einer dieser Tavernen akzeptiert zu werden muss man einen der regulären Besucher kennen - oder dessen Stammplatz ererben. Ansonsten hält sich der Goreaner von Tavernen fern - für ihn ist es fremd dort zu sitzen und über Banalitäten zu reden während er auf den Tod wartet - Für den Goreaner tobt das Leben da draussen.


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Ja, das ist alles sehr, sehr skizzenhaft - aber eben auch nur ein Entwurf - mal sehen was mir sonst noch so einfällt - zur Sklaverei und zu Assassinen sollte ich irgendwann nochmal was schreiben...

Mittwoch, Dezember 28

Battlestar Gorlactica I

- oder - Reimagining von Gor

Das ist mein theoretischer Entwurf für ein "besseres" Gor. Es ist das Gor das mir deutlich besser gefallen würde und dient eigentlich nur dem geistigen "Sport" und meiner Vorliebe für das Entwerfen von Rollenspielwelten. Das niemand meine Vision spielen würde, ist mir schon klar. Ich fange dabei mit Mittelgor an.

Grundlegendes:

Wo der Planet Gor genau liegt, vermag keiner seiner Gelehrten zu sagen. Zwar gibt es die Vermutung, das es sich bei dem Planeten um die so genannte "Gegenerde" in unserem Sonnensystem handeln könnte, im Hinblick darauf, dass der Sternenhimmel sich aber vollständig von der Erde unterscheidet, scheint diese Überlegung zweifelhaft. Die Position im Universum spielt jedoch auch letztlich keine Rolle. Gor ist in etwa so groß wie unsere Erde, auch wenn dies den Bewohnern üblicherweise nicht bewusst ist. Die bekannte Welt ist dabei allerdings nur ein Bruchteil der Oberfläche. Das Klima ist allgemein rauer als auf der Erde und gibt dem Planeten eine Art von herber Schönheit. Die Kreaturen der Welt (dazu später mehr) sind infolge dessen auch an dieses Klima angepasst.

Die Gesellschaft in Mittelgor:

Die goreanische Gesellschaft ist nach heutigem Stand eher primitiv bis Antik. Grob kennen die Mittel-Goreaner dabei drei Gesellschaftliche Schichten - die "hohen" Kasten, die "niederen Kasten" sowie Sklaven. Die hohen Kasten bestehen aus der Kaste der Herrschenden, der Kaste der Eingeweihten, der Kaste der Wissenden, der Kaste der Schriftgelehrten und der Kaste der Krieger - wobei die Kriegerkaste eine merkwürdige Zwitterstellung einnimmt. Bei den niederen Kasten sind die Kaste der Baumeister, die Kaste der Heiler, die Kaste der Schmiede sowie die Kaste der Bauern gesondert zu erwähnen. Jede dieser Kasten ist farbcodiert um auch dem schlichtesten Gemüt die Möglichkeit zu geben sie sofort zu erkennen. Diese Farbgebung ist allerdings nicht ausschließlich und in den meisten Fällen beschränkt sie sich auf eine Borte oder eine Schärpe in der Kastenfarbe - es ist also ganz normal auch einen Heiler in einer roten Robe - mit einer grünen Schärpe - zu sehen.

- Die Kaste der Herrschenden -

Die Kaste der Herrschenden, traditionell gekleidet in weiße Roben mit Lila Schärpe (im jüngster Zeit kommt auch eine volle Lila Robe in Mode, soetwas wird aber von den älteren Herrschenden für abartig gehalten), ist eine undurchdringliche, starre Kaste in die man hineingeboren wird und die man üblicherweise auch nicht wieder verlässt. In ganz seltenen Fällen kommt es vor, dass einzelne Goreaner durch eigene Kraft soviel "Macht" sammeln, dass sie irgendwo die Macht einer Stadt übernehmen - in solchen Fällen nimmt die Kaste den Neuankömmling üblicherweise "in die Kaste auf" - aber diese Fälle sind extrem selten. Die Herrschenden "führen an" - die Ausbildung in der Kaste, die immer sehr persönlich verläuft, beinhaltet die Details der Staatskunst und der Menschenführung. Die Herrschenden findet man als Ubare, an der Spitze von Städten oder als Legaten an der Spitze von Armeen, als Berater der Herrschenden (Die Stadt Ar leistet sich einen Senat), als Magistraten die über Recht und Unrecht befinden - und als dekadente, reiche, gelangweilte Oberschicht.

- Die Kaste der Eingeweihten -

Die Religion von Mittelgor ist eine mystische, schwer zu verstehende, verquaste Angelegenheit. Angebetet wird ein beinahe unüberschaubares Pantheon aus Göttern, Hausgötzen und Familienahnen - deren physische Manifestation aber ihre Mittler, die unnahbaren "Priesterkönige" sind. Als oberster Gott gilt dabei "Jupiter" (je nach Region auch "Zeus"), der über die meisten Priesterkönige als Diener verfügt. Die wahre Natur der Priesterkönige ist den Goreanern ein Rätsel und die Verehrung beschränkt sich auf ein furchtsames Opfern gegenüber diesen Göttern (in manchen Städten mit Menschenopfern verbunden) und das vage Hoffen vom Zorn der Götter und ihrer Emissäre verschont zu werden. Diese Aufgabe übernehmen die Eingeweihten, deren Macht an die der Herrschenden heranreicht. Kompetenzgerangel zwischen Herrschenden und Eingeweihten sind an der Tagesordnung - und da die Eingeweihten großen Respekt beim Volk genießen wagen es die meisten Herrschenden nicht gegen diese vorzugehen. Ihre Farbe ist ein reines weiß - häufig tragen sie nichts anderes. Die Kaste frischt sich immer aus Neuzugängen auf, da ihre Mitglieder keine Frauen nehmen und sehr selten nur Kinder zeugen. Die Eingeweihten sind die Priester, Orakel und Mystiker von Gor

- Die Kaste der Wissenden -

"Wissen ist Macht" - und nirgendwo ist das wahrer als auf Gor. Die Wissenden sind die Universalgelehrten und Wissenschaftler von Gor. Ingenieure, Mediziner, Chemiker und Biologen. Allen ist gemein, dass sie auf einer der großen Universitäten von Gor ihre Ausbildung genossen haben. In diese Kaste kommt man nur über diese Bildungseinrichtungen, und wer ihre teuren Aufnahmegebühren nicht bezahlen kann, der hat eben Pech gehabt (obgleich besonders brillante Köpfe gelegentlich ein Stipendium bekommen - oder auch ihren Eltern geraubt werden, wenn die der Meinung sind ihr Kind sollte auf dem heimatlichen Hof versauern). Diese Kaste beansprucht fast universell alle Sklaven von der Erde für sich - aufgrund der höheren Bildung der Erdentführten eignen sich diese häufig perfekt für eine Mitarbeit bei den Wissenden - und in mehr als einem Fall wurde der Sklave schließlich freigelassen um selbst der Kaste beizutreten. Die niederen Kasten der Schmiede, Baumeister und Heiler wildern sehr viel im Kompetenzbereich der Wissenden - diese empfinden es aber nicht als Bedrohung wenn sich auch mal ein "Schlachter" um Wunden kümmert - dann haben sie schließlich mehr Zeit die Geheimnisse der Welt zu ergründen. Beim Volk gelten die Wissenden als Zauberkundige - die Wissenschaft die sie betreiben ist derartig unverständlich, das die leuchtenden Kugeln und mysteriösen physischen Effekte wie Hexerei empfunden werden. Ihre Farben, die fast NUR als Borte getragen werden sind ein grün, gelb, blaues verziertes Muster.

- Die Kaste der Schriftgelehrten -

Die wenigsten Goreaner können schreiben. Die Wissenden vermögen dies häufig, die Eingeweihten können immerhin lesen und die Herrschenden je nach Lust und Laune - bei den anderen Kasten kommt es extrem selten auch einmal vor - aber die Schriftgelehrten können und müssen es IMMER. Der Ubar von Ar pflegte einmal scherzhaft zu sagen, dass die wahre Macht seiner Stadt nicht auf ihm, sondern auf den Schriftgelehrten ruhe - und wahrscheinlich hatte er damit sogar recht. Die Schriftgelehrten sind die fleissigen Beamten einer Stadt. Die grauenvolle und verschachtelte Bürokratie, die obskuren Gesetze einer Stadt an der die Herrschenden teils seit über 1000 Jahren herumbasteln - all das ist ihre Welt. Die Schriftgelehrten sind die Offizialbeamten der Stadt, die Richter, die Gelehrten der Geschichte und der "weichen" Wissenschaften und sogar Kartographen und Navigatoren zur See. Infolgedessen findet sich eine sehr diverse Menschensorte in der Kaste - ebenfalls nebst einigen freigelassenen Sklaven von der Erde (da diese häufig schreiben können sind sie ein wertvolles Gut für die Schriftgelehrten - und die Bedrohung ihrer Pfründe) Die Schriftgelehrten tragen üblicherweise graue Roben mit einem blauen Skapulier oder blauer Schärpe.

- Die Kaste der Krieger -

Ob man die Kaste der Krieger wirklich als hohe Kaste ansieht ist unter den hohen Kasten umstritten. Tatsache ist jedenfalls, das es kaum Aufnahmekriterien in die Kaste gibt und schon gar keine "offizielle Anerkennung". Wer sich ordentlich mit einem Schwert prügeln kann und sich ein rotes Röcklein anzieht, der gilt, was die Krieger angeht - als Krieger. Zwischen groben Raufbolden, volltrunkenen Söldnern, blutrünstigen Rächerinnen, ehrenhaften Kriegern und brillanten Strategen findet sich hier eine völlig unüberschaubare Anzahl an Waffentragenden. Krieger definieren ihren Wert daher weniger über ihre Kaste, sondern über a) ihren Lehrmeister, b) ihre militärische Einheit und c) ihre bisherigen Erfolge. Ein Treffer zweier einander unbekannter Krieger artet gelegentlich in ein stundenlanges, gegenseitiges Erzählen von alten Kriegsgeschichten aus. "Das du das Rot trägst heißt noch gar nichts, Sohn - Wichtig ist nur, wen du erschlagen hast!" sagte eins der alte Marlenus, der gefährlichste Haudegen von Ar, zu seinem Erstgeborenen. Der Respekt gegenüber der Kaste beim einfachen Volk ist jedenfalls hoch - hauptsächlich motiviert durch ihre Furcht. Viele Krieger nutzen diese Furcht aus und ziehen als eine Art raubender Söldner durch das Land um sich zu nehmen was sie wollen. Andere Krieger verachten diese Praxis und schützen die Einwohner "ihrer Stadt" vor diesen marodierenden Banditen die zufällig noch das Rot tragen. Die Kaste enthält auch die ein oder andere Frau, die es geschafft hat einen Mann zu erschlagen - die Tradition sieht es vor, das eine Frau solange das Rot tragen darf, wie sie es schafft ihre Jungfernschaft gegen über den Männern zu verteidigen. In der Praxis kommt es häufig genug vor, das eine vernarbte Frau mit mehreren Sklaven durch das Land zieht - und niemand es wagen würde zu "überprüfen" ob sie denn tatsächlich noch Jungfrau ist (an den Fingern hängen die meisten dann doch). Die Farbe der Krieger ist ein blutiges, dunkles Rot, die Erkennungszeichen das Gladius, das Schild, der Speer - und der Lamellenpanzer. Bei ärmeren Kriegern (und viele sind arm) wird der Lamellenpanzer meist durch eine Lederrüstung ersetzt.



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Das war Teil I meines Reimaginings von Gor - ein paar Dinge korrigiert die mir schon lange ein Dorn im Auge waren und die Kasten alle "spannender" gemacht (jedenfalls für mich). Man darf mich aber auch gerne auf Inkonsistenzen hinweisen - insoweit hab ich nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen (und ja, es fehlt noch extrem viel)

Montag, November 28

La Serenissima

Im Augenblick habe ich, wie die meisten gemerkt haben, ein wenig Stress. Das wird sich in zwei Wochen wohl geben und dann werde ich mir ersteinmal in SL die Überdosis geben.

Bis dahin dümpele ich so vor mich, administriere das Carcassonne DCS, spiele mit wenn sich die Gelegenheit ergibt - und betreibe Sightseeing.

"Venexia" ist mir dabei ins Auge gefallen - Von den Machern von Kingdom of Sands und Golgothica, diesmal auf Renaissance Italien getrimmt. Wer sich meine wirren Ideen mal länger angehört hat, weiß ja, dass Renaissance Italien schon seit den ersten 2 Minuten in Gor auf meiner Liste der "RP's die ich will" ganz oben steht. Venexia gibt dem ganzen den Twist, dass es mit Vampiren funktioniert.

Aber genug geredet, ein paar Impressionen:

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Adrano Nicolo D'ortono betritt die Stadt

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Ein Ausblick auf die Kanäle bei Nacht.

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Die Vampirfamilie "Drakul", zu der Adrano gehört, führt sich auf Vlad den Pfähler zurück, hier schön sichtbar auf dem Bild in der Bibliothek

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Carnevale in Venexia.

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Ein Ausblick über die Fassade. Die Sim verfolgt den gleichen Designansatz wie wir in Carcassonne - wunderschöne Fassaden und das Innenleben der Häuser (meist) etwas spartanischer.

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Ein Gerichtssaal für die Blutsauger.

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Die Straßen der Stadt

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D'Ortono entspannt sich in einer der schäbigeren Gegenden der Stadt. Ah, die Dekadenz...

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Das Bordell. (hey, das ich DA reingehe war doch klar)


Die Sim ist auf jeden Fall einen Blick wert, wunderschön gemacht - und das RP erreicht zwar nicht die Carcassonne Standards (höhö), weiß aber wirklich zu unterhalten. Ich werde jedenfalls noch ein paar Mal reinschauen...