Die weitverbreitete Ansicht, es gäbe keine Vampire auf Gor, muss dringend überdacht werden. Es gibt sie. Sie nähren sich von meiner Kreativität und von meinem Spaß am Spiel. Ich habe mir lange gedacht, das es so ein "Leben und Lebenlassen" mit manchen Spielern ist, das ich einfach hinnehmen kann das wir unterschiedliche Interessen haben und fertig damit.
Es stellte sich heraus - das ist nicht so. Es geht nicht. Es schlägt mir auf's Gehirn und es schlägt mir auf die Kreativität. Inmitten von kackenden Thalarions, Namen wie aus dem Bauerntheater, Lustspielen mitsamt Nudelholz und OOC Events noch und nöcher ("Heute Lesung in der Kanalisation von Tarnburg: John Normans philosophische Texte als IC Vortrag")
Fuck.
Das geht so nicht. Jedenfalls nicht für mich. Kreativität baut neben der eigenen Phantasie auch immer auf dem Input der anderen auf. Eine Schlägerei ist nur gut, wenn der Mitprügelnde auch vernünftig zurückemotet (Danke Zasta dafür - DAS war gut und hat Spaß gemacht). Eine Kajira ins Bett zu zerren macht nur Spaß wenn auch mehr als zwei Sätze zurückkommen. Und nur in einer spaßigen, gesunden Rollenspielumgebung kommen ordentliche Emotes zustande. Ich merke jedenfalls das ich nach einer halben Stunde "Lustische Volksbühne"-RP müde, gelangweilt und lustlos bin.
Ich brauche mehr Futter für's Gehirn. So Rollenspielmüde im Augenblick...
(Stiller hat mir ein Emote von einer D&D Sim aus Amerika geschickt, die ich mir evtl. mal ansehen sollte. In dem einen Satz war mehr Epicness als in einem Jahr SL-Gor)
Eine Sekunde lang war ich versucht, die Five-Mullahs-Facepalm zu posten; dann dachte ich über einen längeren Comment zum Thema Gras, Eulen, Lorbeerblättern und Kreativität nach - aber am Ende belasse ich es bei einer immer wieder gern genommenen Aussage: Mögest Du finden, was immer Du suchst.
AntwortenLöschenWirst du mir jetzt sagen das "Liesel das kackende Thalarion", "Labertaschi die Sklavin" und die OOC Lesung von "Dancer of Gor" erst so richtig deine Kreativität in Wallung bringen? Würde mich jedenfalls aufrichtig verwundern - ich habe nämlich nicht den Eindruck das du im Augenblick mehr Spaß als ich hast.
AntwortenLöschenIch betrachte mich als meines Glückes Schmied.
AntwortenLöschenDu bist das auch.
Jeder von uns beiden hat seine Lösung gefunden.
Gesprochen wie ein wahrer Politiker. Aber meine Frage, nämlich ob sowas ernsthaft dazu geeignet ist deine Kreativität zu steigern, hast du nicht beantwortet.
AntwortenLöschenDie bittere Erkenntnis ist nämlich, das ich möglicherweise HATTE was ich suchte, und man hat es mir weggenommen. Schleichend. Und ich hab es nicht gemerkt und rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen.
Na gut, dann beantworte ich das mal: Ja, es hat mir geholfen. Es hat mir dahingehend geholfen, dass ich nun aktiv daran arbeite, die hamsterradartige Fremdbestimmung, die mir durch die ganzen eingebildeten Erwartungshaltungen aufgezwungen wurde, loszuwerden. Dass ich mich nun der Herausforderung stelle, herauszufinden, wie das optimale Mischungsverhältnis für mich ist.
AntwortenLöschenIch betrachte meine Kreativität als stetig fordernd und nicht als gemütliches Sitzkissen - und das habe ich zur Zeit. Ich balanciere zwischen Infantilität (die ich als Ausgleich zu meinem RL dringend brauche) und großem Kino (auch das ist eine gute Kompensation). Manchmal falle ich auf die Schnauze und meistens ecke ich damit an - aber es scheint es dennoch wert zu sein.
Sicher, es ist oft anstrengend und hat hin und wieder seine Frustmomente - aber im Endeffekt ist es gut für mich.
Dann verzeih' aufrichtig, dass ich dachte das du zu Denjenigen gehörst, die eine Schlägerei in der Taverne aus verletzter Eitelkeit einem Thalarion mit Durchfall vorziehen.
AntwortenLöschenEs sei Dir verziehen.
AntwortenLöschenTatsächlich ist es so, dass ich beides auf der Amüsement-Skala als gleichwertig betrachte. Je nach aktueller Stimmung liegt mal das eine und dann das andere vorn.
Aber das mag daran liegen, dass ich einen Kevin Smith-Film ebenso gern sehe wie einen Vicky-Pollard-Rant bei Little Britain.
Du wirst doch wohl nicht Peter Steiner's goreanischen Abend mit Kevin Smith und/oder Vicky Pollard vergleichen wollen...
AntwortenLöschenDoch, exakt das tue ich.
AntwortenLöschenDenn beides ist Geschmackssache. Aber ich denke, das diskutieren wir per IM weiter, denn ich empfinde das hier nicht als zielführend und auch von Deiner Seite als bewusst darauf ausgelegt mich zu provozieren (da mag ich mich fürwahr irren, doch so ist das nunmal mit den Empfindungen).
Wenn Du magst kannst Du auch in SLInfo eine PN schreiben, solltest Du weiterdiskutieren wollen.
INCONCEIVABLE!
AntwortenLöschenIch denke jeder hat erstmal das Recht unzufrieden zu sein und deshalb in seinem Blog sich abhängen zu lassen. Dann haben wir zusätzlich noch eine Menge Scherereien weil Unbeteiligte nicht die Infos im Kontext lesen und denken "die in Lydius sind alle so"- Bullshit.
Das stimmt ja nicht. Und das Problem gibts überall da wo es Menschen gibt. In der D&D Sim die ich dir zeigte, musste die Administratrix auch OOc einschreiten, als einige Spieler eine Antirassismusgruppe gegen Orks, Drows und andere "Monster" anstrebten. *facepalm*
In solchen Fällen muss man OOC moderieren, sonst vergeht das, was den Hintergrund der Welt ausmacht.
Aber man ist letztendlich hilflos als einzelnder Spieler gegenüber solchen "Weltverbesserern" wenn diese eine große Anzahl der Spieler stellen.
Da kann man noch so sehr seines Glückes Schmied sein, man kann die LEute eben nicht verbieten kackende THarlarions zu haben (sorry lltras das ich dich als Beispiel nehme)- in der Häufung aber hat man eine Menge Tharlarionmist und etwas das nicht wirklich die Atmosphäre von Gor transportiert (düster, achaisch....und ab und an witzig)
Intrigen z.b. brauchen ein gewisses Mindset von den Spielern. Krieg und Kampf brauchen ein anderes. Harmonisches Rp mit Slapstick braucht einfach nur Humor und den Willen, den Hintergrund von Gor, einer archaischen harten Welt auch mal vergessen zu können.
Wenn das aber zum Dauerzustand wird hat man ein Problem. Wenn ein Großteil der Spieler Slapstick wollen, dann hat die Sim ein Problem. Nämlich das das, was nach außen gezeigt wird auch entsprechende LEute von außen anzieht und andere wegbleiben.
Meine Lösung dazu heißt: Man müsste mehr von diesen stimmungsvollen, düsteren Stories bloggen, die zeigen das in Lydius eben sowohl die skurrilen Probleme Einzelnder bietet als auch stadtweite, epische Plots möglich sind.
ZAsta ist eher so für die fröhlichen Sachen zu haben, wir brauchen noch eine Balance, wo man da sitzt und wissen will wie es weitergeht.
VIelleicht sollt man mal eine Serie machen- euer bestes Rp...damit kann man sich und andere eventuell besser motivieren oder verstehen...*fixer GEdanke*
Ich sehe das Problem gar nicht so sehr im Bloggen, sondern eher in den verschiedenen Vorstellungen des RP´s die aufeinander treffen.
AntwortenLöschenMir ist im Grunde völlig wurscht was in irgendwelchen Blogs gepostet wird, wenn das RP auf der Sim nicht nach meinem Gusto ist und ich mich dort nicht mehr wohl fühle.
Und genau darum geht es in meinen Augen gerade: Entweder einen gemeinsamen Konsens zu finden, oder eben zu sagen: "friss oder stirb".
Mila
Viel Spaß weiterhin Adran.
AntwortenLöschenAusserdem:
Ich kann dich verstehen, mir ging es vor ein paar Monaten ähnlich.
Lydius ist manchmal trotzdem ganz cool!